

Die Toskaner - und hier besonders jene aus der Gegend um Montelupo Fiorentino nahe Florenz - rühmen sich der uralten Tradition der Keramik-herstellung, die bis ins 10. Jahrhundert zurückgeht. Der Rohstoff um Keramik und Tonwaren zu produzieren ist der Lehm.
In der Toskana ist dieser Rohstoff besonders häufig in der Gegend von Valdelsa zu finden, und bereits seit dem Mittelalter ist hier ein starkes Wachstum der Keramikindustrie zu verzeichnen.
Zur dieser Zeit formte sich unter den Kunsthandwerkern der Wunsch, die raue Oberfläche des Tons mit einem weißen Überzug und Malereien zu versehen, um den Wert ihrer Waren zu erhöhen. Somit wurde auch die Technik des Brennens und Glasierens der Kunstgegenstände konsequent weiterentwickelt.
Diese Objekte, die hauptsächlich für den Hausgebrauch hergestellt wurden - so z. B. Teller, Vasen, Schalen und Schüsseln - wurden mit Handmalereien verziert, die Pflanzen oder Tiere zeigen oder auch die Wappen der Adels-familien darstellen, die Geschichte der toskanischen Städte geprägt haben.
In Montaione ist die uralte Tradtion der handbemalten Keramik immer noch in den Werkstätten im historischen Zentrum zu bewundern, wo es aufgrund einer sehr großen Auswahl und Ausstellung verschiedener Objekte möglich ist, die verschiedenen Schritte der Herstellung und Bemalung dieser Kunst-gegenstände zu verfolgen.
Aber es gibt noch einen weiteren Grund, in Montaione Urlaub zu machen: die vielfältigen Steingutarbeiten.