Römische Zisterne

Montaione Sehenswürdigkeiten

Die wohl interessanteste Baustruktur ist aber wohl die römische Zisterne von Montaione, die in den sechziger Jahren in II Muraccio, in der Gemeinde Sant'Antonio, entdeckt wurde.

Die Zisterne besteht aus drei separaten aber miteinander verbundenen Becken. Es wird angenommen, daß sie aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. stammt, es gibt jedoch keine offizielle Bestätigung dafür. Auf der Basis anderer Zisternen gleichen Alters, die in besserem Zustand erhalten sind, nimmt man an, daß die Decke der Zisterne ursprünglich ein Tonnengewölbe hatte.

Außer der Nordfassade, dem wichtigsten oberirdischen Teil der Struktur, war die Zisterne mehr oder weniger unterirdisch angelegt. Man beachte die Konstruktion dieses Baues, der in "opus caementicum" erstellt wurde und aus einer Trockenmauer besteht, die aus Wassermörtel, kleinen und mittel-großen Kalksteinbrocken und zerbrochenen Ziegeln erbaut ist. Diese Rohmauer befand sich hinter einer Backsteinfassade, die hier und da von Reihen fast quadratischer Steine unterbrochen wurde, und deren Reste heute noch am unteren Teil der Mauer sichtbar sind.
Das Ende der Mauer besteht aus größeren Kalksteinbrocken als der zentrale Teil. Innen sind noch weitgehend Reste des Originalputzes zu sehen, die oberirdisch größtenteils zerstört sind.

Die Zisterne wurde durch eine in Kalksteinmörtel gebettete nord-nord-östliche Rohrleitung mit Wasser gespeist. Die Zisterne, die ein Fassungsvermögen von über 200.000 Litern besaß, bezog ihr Wasser wohl aus einer oder mehreren Quellen, die heute noch am Nordhang des Poggio dell'Aglione zu finden sind.
Es handelt sich dabei um einen Tank für Klärung, Überlauf und Verteilung des Wassers, ein Wasserversorgungssystem das zweifelsohne einer großen Siedlung im Tal diente.

Wenn auch Mosaikreste in der Nähe auf die Existenz einer solchen Siedlung schließen lassen, so ist es doch bisher nicht gelungen, ihre genaue Lage festzustellen.