Die "Balaena Montalionis"
Es wurde Aufgabe des Paläontologen Giovanni Capellini, den wichtigen Fund zu untersuchen und die Entdeckung der wissenschaftlichen Welt mitzuteilen. Die Untersuchung ergab, daß es sich um den Schädelknochen eines großen Wals handelte, der zur Zeit des Pliozän gelebt hafte und zur Gattung Balaena gehörte. Da der Knochen Charakteristiken aufwies, die andere fossile Wale der Toskana nicht besaßen, schlug Capellini vor, diese Walart "Balaena montalionis" zu nennen. Heute gehört dos Fossil zur Kollektion des Museums für Naturgeschichte, das von der Universität von Pisa in der Certosa von Calci, der wichtigsten Walsammlung Europas, eingerichtet worden ist. Tektonische Veränderungen im Pliozän sind verantwortlich für das Erscheinen der heutigen Straße von Gibraltar, die das Mittelmeer zum Atlantik hin geöffnet hat. Das Meer war warm, mit einem höheren Meeresspiegel als heute, und darin lebten unter anderem auch die Vorfahren der großen sich von Mikroplankton ernährenden Wale der Gattung Balaena, die sich heute in den kalten Gewässern der Arktis und Antarktis befinden. Die Wale sind heute praktisch doppelt so groß wie ihre fossilisierten Artgenossen und regen wohl durch ihre riesigen Dimensionen die allgemeine Phantasie an. Sie stammen jedoch von einem fleischfressenden auf der Erde lebenden Säugetier ab, aus der Familie der Mesonichidi, das sich dann zu Anfang des Eozäns, vor etwa fünfzig Millionen Jahren, an das Leben im Wasser gewöhnt hat. video.visitmontaione.tv |
Tourist-Information
Via Cresci, 15
50050 MONTAIONE (Florenz)
Tel. 0571 699 255
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